Die Brücken von Budapest, sowohl Wahrzeichen, Wegweiser im Straßenverkehr und eindrucksvoller Aussichtspunkte, sind die markanten Klammern der Stadt: sie verbinden die so verschiedenen Stadtteile Buda und Pest und dies bereits schon zu einer Zeit als Buda und Pest noch politisch und auch kulturell getrennt waren.
Insgesamt spannen sich heute neun Brücken über die Donau, hiervon sind zwei Eisenbahnbrücken; vier von ihnen, die Brücken der Innenstadtbezirke überragen allerdings die anderen an Bedeutung und Eleganz.
Die nördlichste der Brücken ist die donauaufwärts gelegene Margareten Brücke (Margit hid). Sie liegt oberhalb der Margareten Insel und verbindet den Stadtring der Buda Seite mit dem inneren Ring auf der Pester Seite nördlich des Parlamentsgebäudes. Sie wurde vom französischen Ingenieur Ernest Gouin konstruiert und im Jahre 1876 als dritte Budapester Donaubrücke in Betrieb genommen.
Im Jahr 1900 wurde die Zufahrt zur Nordspitze der Insel angefügt. An den Pfeilern der sonst eher schmucklose Brücke befinden sich Skulpturen von Adolphe Thabart.
Die Kettenbrücke, ungarisch Szecheny lanchid, ist das Budapester Wahrzeichen schlechthin: durch die elegante Linienführung, die weitausholenden Brückenbögen, die imposanten Doppelpfeiler und die zentrale Lage im Herzen der Stadt ist sie eine der Königinen der Brücken und ein vielbegehrtes Photomotiv.
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Die Kettenbrücke ist die älteste der Budapester Brücken: sie wurde 1839-1849 auf Anregung des Grafen Istvan Szecheny als erste Steinbrücke über die Donau erbaut.
Die ausführenden Ingenieure waren der Engländer Tierney Clark und später der Schotte Adam Clark, der auch den nach ihm benannten Tunnel durch den Burgberg, die unmittelbare Verlängerung der Brücke erstellte. Die Brückenkonstruktion spannt sich, von zwei riesigen Pfeilern gestützt, 380 Meter weit, ist ca. 2000 Tonnen schwer und war eine architektonische Meisterleistung ihrer Zeit. Beide Brückenköpfe werden von steinernen Löwen bewacht. Adam Clark prahlte bei der Eröffnung, wenn jemand einen Fehler an der Brücke fände, würde er sich in die Donau stürzen. Später wählte er tatsächlich den Freitod; bis heute hält sich die Legende, er habe dies getan, weil den steinernen Löwen vor den klassizistischen Torbögen die Zungen fehlten.
Die Elisabethen Brücke , ungarisch Erzsebet hid, benannt nach der habsburgischen Kaiserin und ungarischen Königin Elisabeth ("Sisi") ist eine der Hauptverkehrsadern Budapests weiter Donau abwärts.
Ursprünglich 1897 bis 1903 erbaut , war sie mit einer Spannweite von 290 m bis zum Jahr 1926 die größte Bogenbrücke der Welt. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde die heutige Elisabethen Brücke nach Plänen von Pal Savoly auf den Pfleilerpodesten der ursprünglichen Brücke wieder aufgebaut und 1964 dem Verkehr übergeben.

Als strahlend weiße moderne Hängebrückenkonstruktion überragt sie die anderen Brücke durch ihre mächtigen Pfeiler und ihre weitausholende Spannbreite Sie ist wegen des imposanten Blickes auf die Burg und den Gellerthügel beliebte Aussichtsplattform bei den jährlichen Feuerwerksveranstaltungen der Stadt.
Die Unabhängigkeitsbrücke, ungarisch Szabadsag hid, ist die zweit älteste Brücke von Budapest. Ursprünglich benannt nach dem Habsburger Kaiser Franz Joseph, gilt sie wegen ihres fin-de-siecle Stils und ihrer freitragenden Konstruktion als Auslegerbrücke als eine der schönsten ihrer Art
Die Spitze der beiden Brückenpfeilers ist jeweils mit einer mystischen Turul- Statuette beschmückt, zur Erinnerung an die sagenumwogenen adler- und falkengleichen Kampfvögeln, die der Mythologie folgend Arpads mit Emese den Urvater der Ungarn Arpad gezeugt haben sollen.

weitere interessante Informaionen und Bilder über die Brücken Budapests gibt es auf der zu empfehlenden Website ==> www.brueckenweb.de